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Legende der Saarmedaille  Alte Saar-Medaille  Neue Saar-Medaille  1953-2003 Jubiläum   50 Jahre ARGE-SAAR  

 

 

 

Die Geschichte einer Medaille für Verdienste um die SAAR-Philatelie     

 

 

Am 18. Juni 1936 wurde die Stiftung der SAAR-Medaille auf Anregung des damaligen Vorsitzenden vom Saarbrücker Verein, Eugen Weysser aus Bliesransbach, ins Leben gerufen. Der Leiter des ARBED-Werkes Burbacher Hütte/Saarbrücken, Dr. Alphonse Wagener, der auch ein begeisterter Saarsammler war, übernahm die Beschaffung der Medaillen und machte sie den Philatelisten zum Geschenk. So zeigt die Medaille auf der Vorderseite Teile des Hüttenwerkes wie es 1921 bestanden hatte und als Motiv für die Marken des Saargebietes, Michel Nr. 69 und 97 sowie 118-121, Verwendung fand. Die Rückseite der Medaille verzeichnet im Lorbeerkranz den Namen des Trägers und das Verleihungsjahr.   

Bis zum Jahre 1942 wurden neun Philatelisten für ihre Verdienste um die SAAR-Philatelie mit dieser Medaille ausgezeichnet (siehe „Träger der Medaille“ im Kasten).

 Durch die Kriegsereignisse waren sowohl der Prägestock als auch die noch nicht vergebenen Medaillen verloren gegangen. Bei den Überlegungen für eine Neuprägung entschied sich der Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes für die Beibehaltung des früheren Entwurfs und die Ausführung in Bronze. Der Nachfolger von Dr. Wagener im Amt als Leiter der Burbacher Hütte, Konsul Nepper, setzte die Tradition des Werkes fort und ermöglichte die Neuprägung. Die Herstellung wurde der Fa. L. Hoffstätter in Bonn-Beul in Auftrag gegeben.

 Der Saarbrücker Verein übertrug die Verleihung der SAAR-Medaille Anfang 1955 an den Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes, der in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Kapitel (Träger der Medaille) am 16. März des gleichen Jahres eine Änderung der Verleihungssatzung vornahm. Danach sollten in- und ausländische Philatelisten ausgezeichnet

werde, die sich durch wissenschaftliche Forschungen und publizistische Tätigkeit auf dem Gebiete der Postwertzeichenkunde des Saargebietes und des Saarlandes, einschließlich der Nebengebiete, besonders verdient gemacht haben.

 Nach einer erneuten Satzungsänderung im Jahre 1969 sollten auch Sammler ausgezeichnet werden können, die sich "durch Zusammenstellung, Erhaltung und Zurverfügungstellung von besonders umfangreichen und für die Forschung nutzbaren Saarsammlungen" verdient gemacht haben. Grund für diese Satzungsänderung war, dass bereits zu dieser Zeit große Saarsammlungen aufgelöst waren und damit den mit der Forschung befassten Philatelisten nicht mehr zur Verfügung standen.

Das Verleihungskapitel bestand aus dem Vorsitzenden des Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes, dem Vorsitzenden des Vereins der Briefmarkensammler an der Saar Saarbrücken und den Inhabern der Medaille.

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Die alte Saar-Medaille

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Träger der alten Saar-Medaille

Verleihungsjahr

1. Georg Reinhard Saarbrücken 1936
2. Phillip Roth Saarbrücken 1936
3. Belini (Pseudonym f. Lucien Bucherer) Metz 1936
4. von Rudolphi Berlin 1937
5. Wilhelm Schupp Saarbrücken 1938
6. Dr. Hermann Saarbrücken 1939
7. Dr. med. Herbert Dünnebier Saarbrücken 1940
8. Eugen Weysser Bliesransbach 1941
9. Dr. med. Emil Idar-Oberstein 1942
10. August Maria St. Wendel 1955
11. Mrs. Doris Green London 1955
12. Ernst Overmann Duisburg 1957
13. Pierre Seguy Saarwellingen 1958
14. Karl Kuhn Saarbrücken 1958
15. Dr. Heinrich Schneider Saarbrücken 1966
16. Ernst Schilly Saarbrücken 1970
17. Dr. Edmond Lebis Potigny 1970
18. Fritz Troost Stuttgart 1970
19. Günther Bentz Wadgassen 1971
20. Kurt Schubert Völklingen 1972
21. Alfred Burger Liestal/Schweiz 1973
22. Herbert Burgun Wadgassen 1977
23. Walter Marchlewski Dillingen 1980
24. Klaus Hoffmann Hülzweiler 1985
25. Dr. Jürgen Dahlström Marburg 1987

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In seiner Vorstandssitzung vom 8. Dezember 1994 beschloss der Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes den Verzicht auf das Stimmrecht bei der Vergabe der SAAR-Medaille und übertrug diese Rechte an den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft SAAR. Die Arbeitsgemeinschaft SAAR beschloss ihrerseits 1996 eine neue Satzung zur Verleihung der neuen SAAR-Medaille. Danach verleiht diese die Auszeichnung in alleiniger Verantwortung für besonders wertvolle Arbeiten im Sinne der Arbeitsgemeinschaft SAAR. Die Arbeiten beinhalten die Forschung auf dem Gebiet der Saar-Philatelie, die Publikation von Forschungsergebnissen und Informationen sowie die Fortführung des Handbuches der Postwertzeichen des Saargebietes und des Saarlandes. Die Medaille kann an Personen verliehen werden, ganz gleich ob sie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft SAAR sind oder nicht. Über die Verleihung entscheidet der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft SAAR und zwei vom Vorstand zu benennende SAAR-Medaillen-Träger. Die neue SAAR-Medaille in Rechteckform zeigt auf der Vorderseite eine stilisierte Hütten und Grubenanlage und auf der Rückseite jeweils den Namen des Ausgezeichneten sowie das Verleihungsjahr.

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Die neue Saar-Medaille

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Träger der neuen Saar-Medaille

Verleihungsjahr

1. Günther Bentz Wadgassen 1997
2. Detlef Glockmann Ingweiler 1997
3. Dieter Jungfleisch Völklingen 1999
4. Günter Formery Klarenthal 2001
5. Manfred Schmitt Lebach-Falscheid 2001
6. Konsul Walter Sieger Lorch 2003
7. Kurt Schubert Püttlingen 2007
8. Klaus Brodowski Hamburg 2008
9. Walter Ebeling Hannover 2008
     

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Der Vorstand 2003 mit Ehrenvorsitzendem im Jubiläumsjahr

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50 Jahre Arge-Saar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grußwort

 

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

es freut mich sehr, Sie nicht nur als Bürgermeister unserer Gemeinde, sondern auch als Schirmherr dieser nicht alltäglichen Ausstellung begrüßen zu dürfen. Zunächst möchte ich diese Gelegenheit zum Anlass nehmen, der Bundesarbeitsgemeinschaft Saar e V., die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, sehr herzlich zu gratulieren. Mit dem SAAR - Salon des Bundes Deutscher Philatelisten e. V. richtet die  Bundesarbeitsgemeinschaft Saar e. V. eine Veranstaltung in unserer Kommune aus, deren Charakter von überregionaler Bedeutung ist und die nicht nur für Freunde der Philatelie viel Interessantes zu bieten hat. Unter dem Titel des SAAR-Salons:

"Unser Saar-Land im Wandel der Geschichte: Von der SAAR-Provinz zum Bundesland, eine post- und zeitgeschichtliche Dokumentation"

werden Exponate der Bundesarbeitsgemeinschaft SAAR e. V. ausgestellt, die von großer historischer Bedeutung sind und viel über die geschichtliche  Entwicklung unseres Bundeslandes aussagen. Bei dieser Ausstellung soll die  Philatelie in die Geschichte, die Kultur und die täglichen Dinge unserer saarländischen Heimat eingebunden werden. Damit über- nimmt die Bundesarbeitsgemeinschaft SAAR e.V. eine Aufgabe, die gesellschaftlich von großer Bedeutung ist. Nach dem Besuch dieser Veranstaltung wird mancher Gast von dem Gebotenen überwältigt sein und mehr Verständnis  für Ereignisse der Vergangenheit, verbunden mit Erfahrungen für die Gegenwart und Zukunft  mit nach Hause nehmen. Mein Dank und meine Anerkennung gilt den Verantwortlichen  und  den Helfern, die  durch  viel Engagement zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Der Ausstellung wünsche ich viel Erfolg.

Eberhard Blaß  

Bürgermeister der Gemeinde Schwalbach

 

 

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Grusswort

 

 

 Die Arbeitsgemeinschaft SAAR im Bund Deutscher Philatelisten e. V. feiert in diesem Jahr ihr 50 jähriges Gründungsjubiläum. Was liegt da näher als dieses Jubiläum mit einem "SAAR-Salon" des Bundes Deutscher Philatelisten unter dem Titel Unser Saarland im Wandel der Geschichte Von der SAAR-PROVINZ zum Bundesland, eine post- und zeitgeschichtliche Dokumentation" gebührend zu würdigen. Diese Initiative der Sammlerfreunde/innen der Arbeitsgemeinschaft begrüße ich außerordentlich und heiße alle Teilnehmer und Besucher zu dieser interessanten Veranstaltung herzlich willkommen. Die in über 200 Rahmen gezeigten Exponate der SAAR-Philatelie zeigen sicher eine große Bandbreite von der Vorphilatelie bis in die Saar-Markenzeit eines hochinteressanten und geschichtsträchtigen Sammelgebietes, das in dieser Vielfalt sicher seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen war und auch für die kommenden Jahre zukunftsweisend sein wird Die Besucher können sich freuen auf eine hervorragende und schöne Ausstellung, deren Exponate im Salon zeigen werden, wie intensiv sich die Sammler/innen dieses Sammelgebietes mit der Postgeschichte und den Marken des Saarlandes beschäftigt haben. Die Mitglieder dieser rührigen Arbeitsgemeinschaft können mit Recht stolz auf die Präsentation dieses SAAR-Salon sein Mit dieser Ausstellung werden auf anschauliche Weise Epochen und Prozesse zeitgeschichtlicher Entwicklung dargestellt. Dies gilt sicher ganz besonders für die Entwicklung der Saar-Philatelie in den vergangenen Jahrzehnten. Dieser Saar-Salon zeigt auch wieder einmal mehr den interessierten Besuchern mit wie viel intensiver Forschungsarbeit und Gewissenhaftigkeit ernsthafte Briefmarken -sammler/innen zu "Spuren sichereren der Geschichte" werde. Die Besucher werden sich überzeugen können, dass jedes geschichtliche Ereignis, aber auch ganze Epochen philatelistisch in lebendiger Weise dargestellt werden können Ich würde mich freuen, wenn diese Ausstellung auch manchen Besucher anregen würde, sich in ähnlicher Weise mit dem Briefmarkensammeln zu beschäftigen. Den Ausstellern danke ich besonders für die Zurverfügungstellung der großartigen Exponate. Diese Sammlungen werden sicher auf großes Interesse stoßen und zum Erfolg der Ausstellung entscheidend beitragen. Diesen Erfolg wünsche ich natürlich auch allen Beteiligten sowie allen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft SAAR bei ihrer gemeinsamen Tätigkeit.

Dieter Hartig

Präsident des Bundes Deutscher Philatelisten

 

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Grusswort

 

 

Ein 50jähriger Geburtstag ist ein Ereignis, das gefeiert werden muss! Im leben eines Menschen hat er eine ganz besondere Bedeutung, denn man weiß, dass mehr als die Hälfte dessen, was man zu erwarten hatte, vorbei ist. Ein 50. Geburtstag ist nur ein Grund zum Anlass zu reiner Freude, auch Nachdenklichkeit kommt ins Spiel, denn nur in ganz wenigen Ausnahmefällen kann jemand 50 Jahre später noch einmal Geburtstag feiern. Im leben eines Verbandes oder Vereins zählt eine andere Zeitrechnung. Hier zählt der 50. Geburtstag zu den .grünen Geburtstagen, wenn ich mich einmal so ausdrücken darf. 50 Jahre sind für einen Verein kein Alter! Er ist noch jung. Der Geburtstag einen Vereins oder in diesem Fall unserer Arbeitsgemeinschaft SAAR ist vergleichbar mit dem 21. Geburtstag eines Menschen. Die „wilden“ Jahre sind vorbei, die ARGE SAAR hat sich manifestiert, etabliert, ist zu einer festen Einrichtung geworden, hat sich einen Namen gemacht und einen gewissen Ruf erworben. Der 50 Geburtstag der ARGE SAAR wird vom 11 bis 13. April 2003 im Haus für Kultur und Sport in Hülzweiler mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Dem rührigen Vorstand um seinen Vorsitzenden Dieter Jungfleisch und dem Geschäftsführer Josef Strauß möchte ich meinen persönlichen Dank und Anerkennung für die mustergültige Veranstaltung aussprechen. Der Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes gratuliert der ARGE SAAR recht herzlich und wünscht sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit zum Wohle aller Briefmarkensammler. Für die großzügige Unterstützung darf ich dem Präsidenten des Bundes Deutscher Philatelisten, Herrn Dieter Hartig, recht herzlich danken. Danken möchte ich auch dem Ressortleiter Öffentlichkeitsarbeit im Bund Deutscher Philatelisten, Herrn Rainer Wyszomirski, der den Organisationsausschuss fachmännisch beraten hat. Ein besonderer Dank entbiete ich dem Koordinator Südwest Erlebnis Briefmarke der Deutschen Post, Herrn Gerwin Hochkirch, der die Veranstaltung mit seiner Mannschaft begleitet. Ich wünsche dem Veranstalter, dass das selbstgesteckte Ziel erreicht wird. Den Besuchern einige lehrreiche Stunden in Sachen Philatelie und Informationen über die vielfältigen Erholungsmöglichkeiten im Saarland.

Manfred Schmitt

Vorsitzender des Landesverbandes der Briefmarkensammler des Saarlandes

 

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Grußwort

Als 1. Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Saar begrüße Ich alle Freunde der Philatelie, insbesondere der Saar-Philatelie, wie auch alle Besucher aus Nah und Fern hier in Hülzweiler auf das Herzlichste, Mein besonderer Gruß geht an die Vertreter unserer Dachorganisation, des BDPh, an der Spitze Präsident Herrn Dieter Hartig, den 1. Vorsitzenden des Landesverbandes der Briefmarkensammler des Saarlandes und Ehrenvorsitzenden der Arge SAAR Herrn Manfred Schmitt mit seiner Mannschaft sowie an die Vereine unseres Landesverbandes. Das Sammeln von Saar-Briefmarken und die Beschäftigung mit der Saar. Philatelie waren der Anlass für die Gründerväter unserer Arge, diese im Jahre 1953 ins Leben zu rufen. Die Sammlerfreunde Dr. H Schneider, P Seguy, E Overmann und G Bentz, um nur einige zu nennen, wussten, dass nicht nur das Zusammentragen von Briefmarken und Belegen den Sinn des Sammelns ausmacht Nur im Verein, speziell in Arbeitsgemeinschaften reift der Briefmarkensammler zum Philatelisten Hier entwickelt er Wissensdurst uns Forschungsdrang im Kreise Gleichgesinnter. Das Jubiläum 50 Jahre  Bundesarbeitsgemeinschaft Saar legt Zeugnis ab von sinnvoller Freizeitbeschäftigung mit der Philatelie und der Postgeschichte unseres Bundeslandes. Die Höhepunkte aufzuzählen fällt leicht . Zu nennen sind u.a.  die Saar. Sonderschauen zur SABRIA 1970, zu den Bundes- und Philatelistentagen 1991 in Saarbrücken und 1998 in Zweibrücken ebenso wie die Veröffentlichung von 24 Handbuchfolgen, 11 Sonderdrucken und mittlerweile 82 Rundbriefen! Unser Jubiläum in diesem Jahr mit dem SAAR-Salon des BDPh schließt hier nahtlos an Mein, unser Dank an dieser Stelle geht an Herrn Bürgermeister Eberhard Blaß und die Gemeinde Schwalbach, die teilnehmenden saarländischen Museen, an den Bund Deutscher Philatelisten sowie an alle Aussteller.

Ohne Ihre Beteiligung wäre eine Ausstellung in dieser Form nicht möglich .

Dieter Jungfleisch

1. Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft SAAR  

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50 Jahre ARGE SAAR - Ein Fest der Saar-Philatelie

11.-13. April  2003 in Schwalbach-Hülzweiler

Ein umfangreiches Ausstellungsprogramm quer durch die Geschichte des Landes an der Saar von den Kelten und Römern bis in die heutige Zeit war der Rahmen für die Präsentation von 500 Jahren saarländischer Postgeschichte. Anlass war das 50-jährige Jubiläum unserer Arbeits- und Forschungsgemeinschaft Saar e.V.  im Bund Deutscher Philatelisten.

Kernstück war der „Saar-Salon“ des BDPh, die höchste Ausstellungsklasse außer Wettbewerb. Hier wurden unter dem Thema „Unser Saar-Land im Wandel der Geschichte: Von der Saar-Provinz zum Bundesland. Eine post- und zeitgeschichtliche Dokumentation“ auf 216 Rahmen saarländische Postgeschichte in Briefen, Poststempeln und Briefmarken von der Vormarkenzeit über die preußische, bayerische und Reichspost bis hin zu den wunderschönen Briefmarken der Saar-Post gezeigt, geradezu alles, was das Sammelgebiet „Saar“ aufzuweisen hat. Ergänzt wurde dieser Salon durch eine weitere Saar - Briefmarkenschau und einen Ein-Rahmen-Wettbewerb mit Saar-Sammlungen.

An einer darin eingebetteten landesgeschichtlichen Schau beteiligten sich das Römermuseum Reinheim mit einer Werkstatt und das Schmiede- und Schlossermuseum Schwalbach mit einer Feldschmiede, Werkzeugen und Waagen.

 

Das Heimatmuseum Warndt stellte außer Literatur auch Exponate zur Glasproduktion und Modelle aus dem regionalen Eisenbahnverkehr vor, u.a. den Geislauterner Dampfwagen. Das Grubenmuseum Bexbach zeigte die Entwicklung des Geleuchts im Bergbau und einen Bergmann aus preußischer Zeit. Mit einer Turmuhr von 1769 und Uhrmacherwerkzeug war das Uhrenmuseum Köllerbach vertreten und das Zollmuseum Habkirchen zeigte Zollschilder, Hoheitszeichen und Uniformen. Mittendrin standen ein TAS-Motorrad von 1927 und  auch eine „Ente“: der legendäre „Citroen 2 CV“. Dieses Gefährt schmückt auch den Sonderstempel der Deutschen Post. Wer verkosten wollte, wie das Erbe der Vorfahren heute noch schmeckt, konnte diese Köstlichkeiten an einem Stand mit saarländischen Weinen ausprobieren. Dazu erzählten Sammlungen von Briefmarken und Ansichtskarten vom Bergbau und Hüttenwesen an der Saar. Eine umfangreiche Dokumentation unseres Mitglieds Walter Gill zur saarländischen Geschichte zwischen 1920 und 1959 wurde ergänzt durch Bilder und Dokumente zur Ortsgeschichte von Hülzweiler, das sein 850-jähriges Jubiläum feierte.

Eine Schatzkammer präsentierte  die „Königin der Saarbriefmarken“, die 20-Mark-Bayern-Sarre von 1920 mit ihren „Geschwistern“, der 5 M und 10 M im Viererblock. Dazu ein Exemplar der „Gscheidle-Marke“ von 1980.

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Bereits am Eröffnungstag übergab Herr Ministerialdirektor Karl Kühn vom zuständigen Bundesfinanzministerium in einer vom Männerchor Hülzweiler musikalisch gestalteten Feierstunde Mappen mit den ersten Bogen des Sonderpostwertzeichens „Europa 2003 - Poster Art“ an den Chef der saarländischen Staatskanzlei Herrn Staatssekretär Karl Rauber. So viel Politprominenz gab es noch nie bei einer Veranstaltung der Saarländischen Philatelisten. Anwesend waren außerdem Landtagsvizepräsident Kurt Schoenen, Landrat Dr. Winter, Abt.-Ltr. Prof. Dr. Moll,  die Europaabgeordneten Doris Pack und Jo Leinen, dazu die Landtagsabgeordneten Monika Bachmann, Petra Scherer und  Cornelia Hoffmann-Bethscheider. Rote bzw. grüne Mappen mit den neuen Marken erhielten u.a. der Präsident des BDPh Dieter Hartig, der Vorsitzende des LV Saar Manfred Schmitt und der Vizepräsident der FIP Josef Wolff. Weiße Mappen gingen an Prof. Christof Gassner, Darmstadt,  der den Entwurf der Marke lieferte, sowie u.a. auch an die Arge-Saar-Mitglieder Dieter Jungfleisch, Kurt Schubert, Günter Formery, Hermann Holz, Josef Strauß und Josef Peter.

 

Im Rahmenprogramm hielt die Arge Saar ihre Mitgliederversammlung ab und  feierte ihren 50. Geburtstag mit einem Festabend, zu dem der bekannte saarländische  Historiker Prof. Dr. Hans Walter Hermann den Festvortrag hielt: „Die Geschichte der Saar von 1920-1959 unter Berücksichtigung der Philatelie“.

 

 

 

 

Konsul Hermann Walter Sieger aus Lorch wurde in diesem festlichen Rahmen für seine Verdienste um die Saar-Philatelie die Saar-Medaille überreicht. Diesen großartigen Rahmen nahm der Landesverband der Briefmarkensammler des Saarlandes am Sonntagmorgen zum Anlass für seinen 55. Landesverbandstag, der neben den Regularien auch Nachwahlen zum Verbandsvorstand brachte. Die Deutsche Post war an allen Tagen mit ihrem „Erlebnis: Briefmarken-Team" vertreten und setzte vier verschiedene Sonderstempel ein. Es war ein Fest der Saar-Philatelie, das vom Arge-Saar-Vorsitzenden Dieter Jungfleisch aus Völklingen mit seinem Team exzellent vorbereitet war und so in den nächsten Jahrzehnten kaum wiederholbar scheint.

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Zahlreiche Ehrungen im Rahmen des Saar-Salons

 Der Saar-Salon bot auch den Rahmen für zahlreiche Ehrungen verdienter Persönlichkeiten

 Saar-Medaille 

Im Verlauf des Festabends zum 50-jährigen Jubiläum der ARGE SAAR  wurde Herrn Konsul Hermann Walter Sieger aus Lorch  die Saar-Medaille verliehen. In seiner Laudatio würdigte der Vorsitzende des LV-Saar und Ehrenvorsitzende der Arge Saar Manfred Schmitt die Verdienste des Geehrten. Bereits Anfang der 50er Jahre hat er als zuständiger Sachbearbeiter im Michel-Katalog seine Liebe zur Saarphilatelie entdeckt. Auch als Berufsphilatelist hat er danach ständig für das Sammeln von Saarmarken geworben und zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen des LV Saar unterstützt.

Während des 55. Landesverbandstags der Briefmarkensammler des Saarlandes wurden weitere Ehrungen ausgesprochen:

 Verdienstnadel des BDPh in Vermeil

Dem Vizepräsidenten der FIP und Präsidenten des Luxemburger Philatelistenverbandes Josef Wolff wurde für seine Verdienste um die deutsche Philatelie die Verdienstnadel des BDPh in Vermeil verliehen. Gewürdigt wurde damit sein ständiges Bemühen um eine  grenzüberschreitende Förderung der Philatelie. Trotz hoher Ämter ist es ihm auch nicht zu viel im LV Saar bei Ausstellungen als Juror tätig zu sein. Die Ehrung nahm der Präsident des BDPh Herr Dieter Hartig vor.

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Ehrenmitgliedschaft des Landesverbands Saar

Für ihre Verdienste um die saarländische Philatelie und deren Förderung wurden zwei Persönlichkeiten mit der Ehrenmitgliedschaft des Landesverbands Saar ausgezeichnet: Der Schirmherr der Veranstaltung und erste Bürger der Gemeinde Schwalbach Herr Bürgermeister Eberhard Blaß erhielt diese Auszeichnung für die hilfreiche Unterstützung von Ausstellungen des BDPh und des Landesverbands Saar, insbesondere der SAMOLUX’ 01 und auch jetzt wieder des SAAR-SALONS, durch Bereitstellung kommunaler Einrichtungen. Überrascht war auch der BDPh-Ressortchef Öffentlichkeitsarbeit Reiner Wyszomirski über die ihm angetragene Ehrenmitgliedschaft im Landesverband Saar. Sie wurde ihm für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem LV-Saar seit der Veranstaltung zum Tag der deutschen Einheit 1991 in Saarbrücken bis hin zum  SAAR-SALON 2003 ausgesprochen. Beiden wurde hierzu eine kunstvoll gestaltete Ehrenurkunde überreicht.

 Verdienstnadel des LV-Saar in Gold

Dem Präsidenten des BDPh Herrn Dieter Hartig wurde gleichfalls eine besondere Ehre zuteil. Für seine besondere Unterstützung und Wertschätzung der Arbeit des LV Saar wurde ihm die Verdienstnadel des Landesverbands der Briefmarkensammler des Saarlandes in Gold verliehen.

 Ehrenbuch verdienter  Philatelisten des LV Saar

Auf Vorschlag des LV-Vorstands und durch einstimmigen Beschluss der Delegierten des 55. Landesverbandstags wurde das Vorstandsmitglied der ARGE SAAR Josef Peter in das Ehrenbuch verdienter Philatelisten des LV Saar aufgenommen. Gewürdigt wurde damit die mehr als 20-jährige Leitung der Briefmarkenfreunde Schiffweiler, seine Mitarbeit und publizistische Tätigkeit in mehreren Arbeitsgemeinschaften und seine langjährige erfolgreiche Ausstellertätigkeit.

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Festvortrag (Auszug)

Prof. Dr. Hans-Walter Herrmann

Saarländische Geschichte von 1920-1959 im Spiegel von Briefmarken

Der Staat besaß lange Zeit das Monopol, bestimmte Gegenstände, vornehmlich Briefe und Pakete, zu befördern und Gebühren dafür zu erheben. In der älteren staatsrechtlichen Terminologie wird dieses Recht "Postregal" genannt und damit durch den zweiten Bestandteil des zusammengesetzten Hauptwortes ,,-regal" auf ein ursprünglich dem Königzustehendes Vorrecht zurückgeführt. Bei republikanischen Staatsverfassungen des 20.Jhs. sprach man nicht mehr vom "Postregal", sondern von der "Posthoheit". Die Wahrnehmung und Ausübung einer staatlichen Posthoheit erfordert eine mehrstufige Verwaltungsorganisation, angefangen von einem für Postangelegenheiten zuständigen Ministerium, über Mittelbehörden - meist Post- oder Oberpostdirektionen genannt - bis hin unter zu den einzelnen Postämtern und Postagenturen mit lokal eng begrenztem Einzugsbereich. Eine detaillierte Geschichte staatlicher Postverwaltung entspräche nicht der Thematik meines Referates. Mit meinen Einleitungssätzen will ich nur die Zuständigkeit des Staates für das Postwesenansprechen. In Anbetracht der engen Beziehung zwischen Post und Staat ist es selbstverständlich, dass sich die Post und ihr äußeres Erscheinungsbild bis hin zu den Postwertzeichen änderte, wenn die Staatsform sich änderte, aus einer Monarchie eine Republik wurde und wenn die staatliche Zugehörigkeit eines Gebietes sich änderte. Bezogen auf mein Thema heißt das: Die Philatelie bekam in der saarländischen Geschichte erst dann besondere Bedeutung, ja sogar eine eigene Ausprägung, als die Zugehörigkeit des Industriereviers an der mittleren Saar und seiner Arbeiterwohngebiete zum deutschen Staatsverband unterbrochen, die Hoheitsrechte des deutschen Gesamtstaates und einzelner seiner Länder ruhten oder suspendiert waren. Dies war im 20.Jh. in zwei Zeitabschnitten der Fall:

-   zwischen 1920 und 1935, als das Saargebiet unter Mandatsverwaltung des Völkerbundes stand,

-         von 1947 bis 1959, als das halbautonome Saarland in einer Wirtschafts- und Währungsunion mit Frankreich verbunden war.

Diese beiden Zeitabschnitte sollen skizziert und dabei auch ein Blick auf die postalischen und philatelistischen Auswirkungen geworfen werden.  

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1. Unter der Verwaltung des Völkerbundes

Die Abtrennung des auf Kohle und Stahl basierenden Saarindustriereviers vom Deutschen Reich und seine Verwaltung als Mandatsgebiet des Völkerbunds ist ein Ergebnis des Ausgangs des Ersten Weltkriegs. Schon während des Kriegs, erst recht aber nach dem Sieg über Deutschland war eines der Kriegsziele Frankreichs die Verschiebung seiner Ostgrenze in Richtung auf den Rhein. Begründet haben dies die französischen Politiker bei den Friedensverhandlungen gegenüber ihren Alliierten mit historischen und wirtschaftlichen Argumenten.

Im zweiten Pariser Friedensvertrag vom 20. November 1815, nach der endgültigen Ausschaltung Kaiser Napoleons I. aus der europäischen Politik, waren Gebiete, die aufgrund völkerrechtlich anerkannter Verträge seit dem späten 17.Jh. zu Frankreich gehört hatten, nämlich das linke Saarufer vom Westrand des Warndts bis zur Saarschleife, einschließlich der zu Zeiten König Ludwigs XIV. erbauten Festung Saarlouis, und ein größerer Brückenkopf auf dem rechten Saarufer (Fraulautern, Roden, Dillingen) von Frankreich abgetrennt und Preußen zugewiesen worden. Eine Revision dieses Vertrags war in der französischen Politik und Publizistik zwischen 1830 und den späten 1860er Jahren wiederholt angesprochen worden, seit 1871 dann hinter der Forderung der Rückgewinnung Elsaß-Lothringens zurückgetreten. Aus französischer Sicht war wesentlich, dass dieses Gebiet schon vor Ausbruch der Revolution (1789) mehrere Jahrzehnte lang innerhalb der Grenzen Frankreichs gelegen hatte, die Deutschsprachigkeit der dort wohnenden Bevölkerung war aus französischer Sicht zweitrangig, bis 1871 lagen ja auch das fast ganz deutschsprachige Elsaß  und  das  östliche  Lothringen  innerhalb  der  französischen Staatsgrenzen. Die Sprachenfrage wurde damals von Politikern nur dann hochgespielt, wenn damit expansive Ambitionen motiviert werden konnten. Seit dem Beginn der Hochindustrialisierung im letzten Drittel des 19. Jhs. hatten sich enge Verbindungen, - manche sprechen sogar von einer Symbiose - zwischen saarländischer Kohle und lothringischem Erz, Minette genannt, ergeben. Da die lothringischen Hüttenwerke 1918 durch die Rückgewinnung Elsaß-Lothringens wieder dem französischen Wirtschaftsraum eingefügt wurden, war für sie eine ausreichende Kohlenversorgung von existentieller Bedeutung, und da Frankreich geringere Steinkohlenvorräte als Deutschland besaß und die Bergwerke in Nordfrankreich im  Krieg  in  hohem  Grad  zerstört  oder  beschädigt  worden  waren, richtete sich die französische Begehrlichkeit auf die Saargruben. Die französischen Wünsche nach Annektierung des Saarreviers lehnten seine Alliierten ab, erkannten aber den Reparationsanspruch an, indem sie Frankreich das Eigentum an allen fiskalischen und privaten Steinkohlenbergwerken im Saarrevier übertrugen. In Verbindung damit schien es tunlich, das Industriegebiet selbst und seine Bewohner nicht unter deutscher Verwaltung zu belassen. Daher konzipierten die Siegermächte das Modell einer fünfzehnjährigen Sonderverwaltung durch eine internationale fünfköpfige Regierungskommission. Während dieser Zeit sollten die Souveränitätsrechte des Deutschen Reiches, Preußens und Bayerns ruhen, nach Ablauf der 15 Jahre die Bevölkerung in einer Volksabstimmung über ihre künftige staatliche Zugehörigkeit entscheiden. Dieses Saarstatut wurde Bestandteil des Friedensvertrags zwischen den Alliierten und dem Deutschen Reich, er wurde am 28. Juni 1919 im Schloss Versailles unterzeichnet, daher "Versailler Vertrag" genannt, während die Verhandlungen in Paris geführt worden waren. In Kraft trat er erst am 10. Januar 1920, nachdem alle beteiligten Staaten ihn ratifiziert hatten. Schon Ende November 1918 war eine französische Militärregierung mit Zuständigkeit für die linksrheinischen Reichsgebiete zwischen Mosel und Lauter installiert worden. Sie verstand sich als Kontrollinstanz der fortbestehenden deutschen Behörden, also auch der Postverwaltungen. Postalisch gesehen war das Saarindustrierevier nicht einheitlich strukturiert. Die bisher preußischen Kreise Merzig, Saarlouis, Ottweiler, St. Wendel und Saarbrücken sowie die kreisfreie Großstadt Saarbrücken lagen im Dienstbereich der Reichspost, die drei Bezirksämter St.lngbert, Homburg und Zweibrücken in dem der bayerischen Post. Erinnern wir uns, dass bei der Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 den beiden Königreichen Bayern und Württemberg Eigenständigkeit im Verkehrswesen einschließlich der Posthoheit zugestanden worden war. Dementsprechend waren hier teils die Germania-Marken der Reichspost, teils die bayerischen Briefmarken mit dem Bild des inzwischen abgedankten Königs Ludwigs III. im Umlauf.

 

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